Baumstriezel – süße Grüße aus Prag

Hallo ihr Lieben,

heute machen wir einen Ausflug nach Prag bzw. löse ich das Geheimnis meiner Nachspeise an Heiligabend endlich auf.

Baumstriezel

Oder in Tschechien auch Trdelnik genannt, ist ein traditionelles Gericht aus Siebenbürgen und gibt es mit verschiedenen Namen in vielen Regionen. Ich kannte es tatsächlich aus Prag und habe es dort lieben gelernt. Ein Absolutes MUSS bei einem Besuch in Prag bei einen der typischen Häuschen zu halten und sich einen Baumstriezel zu holen.

Mittlerweile gibt es sie gefüllt und im Sommer werden sie sogar als Eistüte genutzt. Die Möglichkeiten sind wirklich vielfältig, ich mag sie jedoch ganz klassisch am liebsten. Mit viel Zimt & Zucker, noch richtig schön warm das man sich beim ersten Bissen gleich die Zunge verbrennt.

Und dieser Geruch, ach das ist so wunderbar. Sobald es geht sollte ein Besuch in Prag definitiv wieder drin sein und das nicht nur wegen dem Baumstriezel.

Oft kann man diese jetzt auch bei uns auf Weihnachtsmärkten oder Wochenmärkten kaufen, ich habe einen Stand sogar schon mal auf einem Volksfest gesehen. Baumstriezel wird immer beliebter, was ich gut nachvollziehen kann 🙂

Wie soll der Baumstriezel zu Hause funktionieren

Ich muss gestehen, seitdem wir unseren neuen Grill haben und dieser eine Rotisserie hat, habe ich schon mit einem Zubehörteil geliebäugelt. Es gibt einen Aufsatz für Baumkuchen bzw. Baumstriezel. Baumkuchen und Baumstriezel darf man aber nicht verwechseln, dahinter verbirgt sich ein komplett anderes Gericht, auch wenn der Name sehr ähnlich ist. Ich hatte wirklich lange überlegt, ob ich mir dieses Zubehör einfach mal gönnen soll, man kann ja bestimmt noch ganz viele andere und leckere Sachen damit machen.

Jedoch hat mich der Preis am Ende abgehalten und ich habe es nicht gekauft. Somit war der Gedanke erstmal wieder vom Tisch.

Langsam ging es nun Richtung Weihnachten und die ersten Baumstriezel Bilder sind aufgetaucht und da kam dieser Gedanke wieder, ich wollte es unbedingt zu Weihnachten machen. Nach einiger Recherche hatte ich dann die ein oder andere Idee wie es laufen könnte.

Hier hatte ich das erste Mal wirklich gedacht, ich werde einen Probelauf machen, nicht das an Heiligabend dann der Hauptbestandteil meiner Nachspeise nicht funktioniert. Zeitlich hat das dann aber nicht geklappt und so bin ich volles Risiko gegangen.

Jetzt war nur noch das Problem, wie bekomme ich diese schöne, runde Form hin. Das Grillzubehör hatte ich mir ja nicht gekauft. Nach einigen Überlegungen hatte ich dann nie Idee die ich auch sofort in die Tat umgesetzt habe

Umständlich, aber funktioniert

Mein erster Versuch, also direkt an Heiligabend, war etwas sehr umständlich.

Ich habe ein Gestell für den Ofen in dem man 3 Pizzen gleichzeitig backen kann genommen, sowie 3 große Getränkedosen. Die Getränkedosen hatte ich jeweils auf einen Grillspieß gepackt und dick mit Alufolie eingewickelt.

Die Probe im Backoffen war super, alle drei Dosen / Halterungen hatten auf das Gestell gepasst, so sollte es funktionieren.

Also einfetten, Teigumwickeln und dann ab in den Ofen.

Ja, man hätte sich jetzt vorher denken können, dass es ggf. tropft und das der untere Baumstriezel vielleicht etwas dunkel werden könnte. Aber was solls, erster Versuch und den sehr dunklen Baumstriezel hatte ich für mich genutzt. Die anderen Zwei haben wirklich gut ausgesehen.

Also ab auf den Teller, mein Eis dazu und servieren.

Begeisterung und ein sehr skeptischer Blick, ob ich das jetzt wirklich selbst gemacht habe. Aber die Beweisfotos lassen keinen Zweifel, ja man kann Baumstriezel wunderbar im Ofen machen.

Versuch 2 – perfektionierte Zubereitung

Nachdem ich dann noch Teig übrig hatte, hatte ich am nächsten Tag nochmal ein paar Baumstriezel gebacken. Schon am Vorabend hatte ich da eine Idee, wie ich diese viel besser und mit weniger Aufwand erstellen kann.

Die Dosen waren noch immer im Spiel, jedoch habe ich sie einfach auf ein mit Backpapier! ausgelegtes Blech gestellt und gebacken.

Kein Gestell, kein verbranntes Gebäck – einfach nur leckerer Baumstriezel.

Das ist es, so kann das jeder, denn alles was man braucht sind ein paar große Getränkedosen oder etwas ähnliches. Ich bin begeistert und das war nicht der letzte Baumstriezel den es bei uns gegeben hat 🙂

Baumstriezel

knuspriger Blätterteig mit Zimt und Zucker

Gericht Baumstriezel, Hefegebäck
Länder & Regionen CZ, Prag
Keyword Baumstriezel, Hefegebäck, Nachspeise
Vorbereitungszeit 1 Stunde
Zubereitungszeit 20 Minuten
Backzeit 15 Minuten

Zutaten

Teig

  • 350 g Mehl
  • 130 ml lauwarme Milch
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 60 g Zucker
  • 60 g Butter
  • 1 Ei Größe M
  • 1 Prise Vanillesalz

Belag

  • 1 Eigelb Größe M
  • etwas Milch
  • Zimt & Zucker
  • etwas geschmolzene Butter

Anleitungen

  1. Milch in einen kleinen Topf geben, Butter dazu geben und auf kleiner Hitze schmelzen lassen, nicht kochen lassen!

  2. Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde bilden. Hefe hineinbröseln und Zucker dazu geben

  3. Milch-Butter nun in die Schüssel geben und mit der Hefe und etwas Mehl zu einem Vorteig verarbeiten und etwas gehen lassen.

  4. Nun mit dem Mehl, Vanillesalz und Ei zu einem glatten Teig verarbeiten

  5. Abgedeckt mindestens 1 Stunde gehen lassen, der Teig sollte sich verdoppelt haben.

  6. Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

  7. Dosen gut mit Alufolie einwickeln.

  8. Teig, nicht zu dünn, ausrollen und schmale Streifen abschneiden.

  9. Dosen mit geschmolzener Butter einpinseln

  10. Nun jeweils einen Streifen Teig nehmen und um die Dose wickeln. So lange weitere Teigstreifen ansetzen, bis die Dose komplett mit Teig umwickelt ist.

    Sollte die Dose oben bzw. unten etwas schmaler zulaufen, diesen Teil aussparen sonst könnt ihr den Striezel nicht in einem von der Dose lösen

  11. Eigelb mit etwas Milch verrühren und damit die Teigstreifen einstreichen.

    Zimt und Zucker mischen und dann über den Striezel streuen.

  12. Dose nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stellen

  13. So mit dem gesamten Teig verfahren.

  14. Blech auf die untere Schiene stellen und ca. 15-20 Minuten goldbraun backen.

  15. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und nun langsam die Dose lösen. Dafür die Dose etwas drehen und den Teig festhalten.

  16. Baumstriezel servieren.

Seht ihr, so einfach geht ein Baumstriezel und wenn wir schon gerade nicht Reisen können, dann kommt eben das Urlaubsfeeling mit typischen Essen zu uns nach Hause.

Ich bin total begeistert und es war nicht der letzte Baumstriezel den ich gebacken habe. Evtl. in Zukunft mal mit einer anderen Ummantelung, Nüsse oder Kakao oder oder oder 🙂

Viel Spaß beim nachbacken

Liebe Grüße

Soni

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