Gefüllte Dänische Butterkekse

 

Hallo,

nach der Plätzchensaison war es etwas ruhiger geworden, leider war nicht viel Zeit zum ausprobieren und wenn, dann hat einfach das schreiben des Beitrags sehr lange gedauert. Diese Kekse wollte ich eigentlich schon vor Weihnachten backen, hatte es aber nicht mehr mit in meinem Zeitplan untergebracht, daher gab es jetzt gleich Anfang des Jahres Kekse.

Dänische Butterkekse

Ich glaube viele haben genau eine Vorstellung wie so ein Keks schmecken muss, aber auch wie er aussehen soll. Und viele, vielleicht sogar jeder hat diese Blechdose im Kopf in der man die Kekse oft zu kaufen bekommt. Der Geschmack ist sehr buttrig, mürbe und hat ein leichtes Vanillearoma.

Früher gab es diese Kekse oft bei uns und die Dosen wurden für alles mögliche im Haushalt aufbewahrt. Entweder um auch wieder selbstgebackene Kekse dort aufzubewahren oder aber auch um Anderes darin aufzubewahren. Eigentlich waren diese Dosen richtig praktisch und man hatte eine gute Ausrede, warum man eine Dose mit Keksen kauft 🙂

Der Geschmack ist auf jeden Fall fest mit Kindheit verknüpft und das witzige ist, sie schmecken heute genau noch wie früher. Auch die Dosen haben sich nur sehr wenig verändert. Ein bisschen verwunderlich, denn wer kennt nicht das Problem, dass man etwas kauft weil es in der Kindheit so lecker war, und dann einfach feststellen muss das es jetzt Jahre später nicht mehr schmeckt.  Das kann natürlich grundsätzlich auch an dem eigenen Geschmack hängen, aber auch das Rezepte verändert wurden und somit gar nichts mehr mit der leckeren Vorstellung zu tun haben.

Als ich diese Kekse gebacken hatte, hatte ich eigentlich keinen bestimmten Geschmack im Kopf. Ich wollte einfach nur meine Tülle ausprobieren. Als ich dann aber den ersten Keks gegessen habe, da war diese Verbindung zu den Dänischen Butterkeksen sofort da und auch dieses Gefühl von Erinnerungen. Super, unverhofft kommt oft – so war es auch in diesem Fall.

Sultan Tip – Kranztülle

Wenn ihr die ersten Bilder bereits gesehen habt, habt ihr euch bestimmt schon gefragt wie ich diese Form hinbekommen habe. Ich hatte schon vor einiger Zeit im Internet diese Tülle gesehen und war hin und weg davon, welch tolles Spritzgebäck man damit zaubern kann. Klar das ich sofort bestellt habe. Allerdings lag die Tülle dann einige Zeit in der Schublade, da ich einfach keine Zeit hatte zum ausprobieren.

Außerdem musste ich etwas Geduld aufbauen, denn grundsätzlich sind Spritztüllen und ich nur bedingt Freunde. Für Creme-Füllungen etc. ist es immer nicht so das Problem, aber gleichmäßige Muster aus Teig auf das Blech zu bekommen ist fast unmöglich. Das ist auch der Grund warum so einige Rezepte die auf meiner To Do Liste stehen immer weiter nach hinten rutschen 🙂

Aber irgendwann muss man seine eigenen Ängste überwinden, also Teig angerührt und versucht ob es klappt. Und was soll ich sagen, sie wurden toll. Nicht so gleichmäßig wie ich es gerne gehabt hätte, aber für den ersten Versuch bin ich ganz schön stolz auf mich.

Diese Kranztülle bzw. im englischen Sultan Piping Tip genannt sind wirklich toll, es gibt zwei unterschiedliche Versionen, einmal mit großem Loch und einmal mit einem etwas kleineren Loch. Ich hatte mich für die große Variante entschieden, mir schienen hier die Möglichkeiten vielfältiger zu sein. Aber nach dem ersten, erfolgreichen Ergebnis kann es gut sein, dass ich wohl auch noch die andere Variante bestelle 🙂

Solltet ihr keine solche Kranztülle haben bzw. euch auch nicht kaufen wollen, könnt ihr den Teig auch einfach mit einer normalen Sterntülle aufs Blech bringen oder auch mit der Hand freiformen. Der Geschmack wird der gleiche sein, nur vom Aussehen werden sie sich leicht unterscheiden.

Aber wichtig ist ja der Geschmack und dieser wird dann noch etwas abgerundet von einer leckeren Füllung mit Sauerkirschmarmelade.

Füllung

Die Füllung muss nicht unbedingt sein, die Kekse schmecken wunderbar auch ohne und sich auch überhaupt nicht trocken oder ähnliches, dass es auch wirklich nötig wäre. Aber irgendwie hatte ich mir noch eine fruchtige Komponente vorgestellt und für mich hat die Marmelade dann den Geschmack perfekt abgerundet.

Und auch Optisch war ich richtig begeistert mit der dunkelroten Füllung. Natürlich kann auch die Marmelade variiert werden und einfach das genommen werden, was ihr gerne esst. Wie immer gilt, erlaubt ist was schmeckt und was ich richtig toll finde, muss euch ja nicht unbedingt schmecken. Daher könnt ihr das Rezept ganz nach euren Vorlieben ändern.

Auch mit Füllung halten die Kekse in einer gut verschlossenen Dose (hier kommt wieder die Blechdose von den gekauften Butterkeksen zum Einsatz 🙂 ) mindestens 4 Wochen, ähnlich wie es eben auch bei den Plätzchen ist. Ich kann euch aber garantieren, so lange werden sie definitiv nicht halten, denn die Dose wird schneller leer sein als man schauen kann.

Gut das der Teig recht einfach ist und ratzfatz eine neue Portion zubereitet ist.

Damit ihr auch in den Genuss dieser Dänischen Butterkekse kommt, gibt es hier auch schon das

Rezept

Gefüllte Dänische Butterkekse

Feine dänische Butterkekse mit Füllung

Gericht Kekse
Keyword backen, Kekse
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Backzeit 15 Minuten
Portionen 20 Stück

Zutaten

  • 100 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 60 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • etwas Vanillepaste
  • 170 g Mehl
  • etwas Backpulver

Füllung

  • Marmelade

Anleitungen

  1. Die die Kekse die Butter aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen.

  2. Butter mit dem Zucker cremig schlagen. Nun das Ei unterrühren

  3. Vanillezucker, Vanillesalz, Vanillepaste dazu geben und alles verrühren.

  4. Mehl und Backpulver unterrühren und alles zu einem weichen Teig verarbeiten.

  5. Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier belegen

  6. Spritztülle in einen großen Spritzbeutel setzen und nun den Teig einfüllen.

  7. Nun die gewünschte Form auf das Backblech spritzen.

  8. Im Ofen für ca. 10-15 Minuten backen bis die Kekse goldbraun sind. Abkühlen lassen.

  9. Die Kekse schmecken jetzt auch schon ohne Füllung gut, wer möchte kann zwei Kekse nun mit seiner Lieblingsmarmelade zusammenkleben.

    Dafür die Marmelade etwas erwärmen, dann lassen sich die Kekse etwas besser damit bestreichen

  10. In einer Blechdose halten sich die Kekse für mindestens 4 Wochen, die Dose sollte an einem kühlen Ort gelagert werden

Und, habt ihr schon Lust die Kekse nachzubacken?

Ich hätte gerade richtig Lust auf einen Keks, vielleicht werde ich ja am Wochenende nochmal backen. Ich habe neue Aufsätze für die Gebäckspritze, vielleicht klappt das ja auch ganz gut 😉

Viel Spaß beim vernaschen

Liebe Grüße

Soni

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