Krustenbraten aus dem Schweinebauch

Hallo,

eigentlich gibt es nur ein Rezept für Krustenbraten für mich und das ist wirklich schon lange hier im Blog zu finden. Es war das erste Mal das ich einen Krustenbraten selbst zubereitet hatte und hatte gleich ein tolles Erfolgserlebnis mit einer tollen Kruste. Also warum sollte ich das Rezept dafür tauschen wenn es für uns schon perfekt ist?

Schweinebauch

Als wir beim Einkaufen waren und keine Gedanken vorher gemacht haben was es dann am Sonntag zu Essen gibt, lieft uns der Schweinebauch über den Weg. Aus der Grillsaision kannte ich natürlich den Schweinebauch in Scheiben geschnitten ggf. auch schon mariniert, aber dem Schweinebauch direkt am Stück hatte ich bis jetzt keine Beachtung geschenkt. Aber da lag das Stück nun und die Frage kam auf, was kann man denn damit leckeres zubereiten?

Die Idee war zuerst es zu Pökeln und zu Räuchern, aber ein Blick in die große Suchmaschine hat dann einen Eintrag für einen Krustenbraten gefunden. Mit einer Kruste, dass ich am liebsten sofort zugreifen wollte. Ja genau, so einen tollen Braten mit Kruste wollte ich auch ausprobieren. War es nun wirklich soweit und mein klassisches Rezept findet keine Anwendung? Soll ich es wirklich wagen, evtl. riskieren das es doch nicht so wie auf den Bildern wird und damit enttäuscht werden?

Ja, wir sind mutig und machen es – also dann mal einen ganzen Schweinebauch für uns bitte 🙂

Natürlich muss man hier beachten, dass der Schweinebauch Knochen bzw. Knorpel hat und diese beim schneiden des Bratens beachtet werden müssen, aber ich würde ganz klar sagen, es lohnt sich 🙂

Neue Art der Zubereitung

So ganz sicher ob das wirklich klappen sollte war ich nicht, ich war richtig skeptisch. Da ich von dieser Art der Zubereitung auch noch nichts gehört hatte, bzw. mir vielleicht einfach noch nicht über den Weg gelaufen ist. Aber gut, bedeutet ja nicht unbedingt das es nicht klappen wird und ich hatte bei meiner Suche dann einige weiter Rezepte gefunden die nach genau diesem Prinzip funktionieren, also muss ja was dran sein.

Und wie schon oft gesagt, wer nicht wag der nicht gewinnt und außerdem möchte ich euch ja auch immer mal wieder was Neues im Blog vorstellen. Vielleicht kennt ihr diese Methode ja schon und findet es jetzt langweilig, dass auch ich diese Zubereitung im Blog zeige.

 

Wer eine richtig tolle Kruste liebt, wird es aber lieben. Denn bei der Kruste muss ich ganz klar sagen, die war schon richtig MEGA. Besser als die bei meinem klassischen Krustenbraten, und das mag was heißen denn die ist nämlich schon richtig gut.

Was ist nun das Geheimnis dieser Zubereitung?

Salz

Genau, einfach nur Salz. Denn Salz entzieht der Schwarte Wasser und so kann sie noch knuspriger werden. Eigentlich total logisch und man hätte ja auch von selbst drauf kommen können. Aber das Ergebnis ist wirklich toll.

Und man muss sich keine Gedanken machen, dass der Braten dann versalzen ist. Das kam mir nämlich dann als erstes in den Kopf, zieht das Salz nicht komplett in das Fleisch ein und am Ende schmeckt es nicht? Absolut unberechtigt, denn das Salz berührt das Fleisch nämlich gar nicht sondern wird nur sehr dick auf die Schwarte aufgetragen. Und hier definitiv nicht zögern sondern einfach richtig viel drauf geben, damit es auch ausreichend Wasser ziehen kann.

Am Ende von Schritte 1 kann man dann einfach die Salzplatte vom Braten abnehmen, so fest ist sie geworden. Noch sieht die Kruste unspektakulär aus und eingeschnitten werden muss sie auch nicht, den Rest macht die Hitze im Ofen.

Und Ofen-TV finde ich ja immer wieder spannend und auch hier war ich dann wirklich immer wieder davor gestanden und hatte mich wie ein kleines Kind gefreut, dass immer mehr Blasen auf der Schwarte zu sehen waren und man förmlich schon sehen konnte, wie toll die Kruste wird. Ein paar Minuten später war die Kruste perfekt, der Braten fertig und ich konnte es nicht erwarten endlich den Klopftest zu machen.

Kracht es? Ja – hat es gemacht und das Fleisch war richtig zart. Man muss aber hier ganz deutlich sagen, der Schweinebauch ist durchzogen mit Knochen und Knorpeln, es ist also etwas schwieriger zu schneiden und muss auch beim Essen aufpassen. Auch ist das Fleisch etwas fettiger, aber ab und zu darf das schon mal sein und der Geschmack war einfach nur richtig toll.

Das Rezept kommt auch nicht direkt in den Blog, einen zweiten Versuch gab es noch, funktioniert die Kruste auch ein zweites Mal oder war es nur Glück?

Mit ganz viel stolz musste ich feststellen, das Rezept funktioniert einfach und somit hat es den Test bestanden und darf jetzt in den Blog einziehen.

Lust bekommen auf einen leckeren Sonntagsbraten? Dann geht es hier zum

Rezept

Krustenbraten aus dem Schweinebauch

Krustenbraten mit toller, krachender Kruste
Gericht Braten, Krustenbraten
Länder & Regionen Deutschland
Keyword Braten, Krustenbraten, Schweinebraten
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde 45 Minuten
Portionen 4 Personen

Zutaten

Braten

  • 1 Schweinebauch mit Schwarte (ca. 800 g)
  • Fleisch-Rub oder alternativ Salz/Pfeffer Paprika-Mischung
  • Salz

Braten-Gemüse

  • 10 Karotten
  • 2 Paprika
  • 2 große Zwiebeln
  • Knoblauch
  • 2 Stangen Lauch
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • Salz/Pfeffer

Anleitungen

  1. Fleisch mindestens eine halbe Stunde vor Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen
  2. Ofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Bratenform oder Auflaufform vorbereiten. Bestenfalls mit einem zusätzlichen Gitter auf dem man den Braten stellen kann.
  3. Die Fleischseiten mit dem Rub einreiben, die Schwarte aber auslassen.
  4. Fleisch auf das Gitter stellen, nun eine dicke Schicht Salz auf der Schwarte verteilen, das Salz muss richtig Dick auf der Schwarte liegen, keine Sorge es wird nicht zu salzig dadurch. Die komplette Oberseite sollte nun mit dem Salz bedeckt sein
  5. Nun für ca. 60 Minuten in den Ofen geben.
  6. Zum Ende der 60 Minuten das Gemüse vorbereiten. Karotten schälen und in große Stücke schneiden, Paprika putzen und ebenfalls in große Stücke schneiden. Zwiebel schälen und große Stücke sowie ganze Knoblauchzehen vorbereiten. Lauch waschen und in grobe Stücke schneiden.
  7. Gemüsebrühe vorbereiten.
  8. Wenn die 60 Minuten vorbei sind, den Braten aus dem Ofen nehmen. Die Salzkruste sollte sich nun leicht von der Schwarte abgehoben haben.
  9. Die Salzkruste komplett entfernen, dies geht teilweise als eine komplette Platte.
  10. Ofen auf 210 grad Umluft stellen.
  11. Gemüse nun in den Bräter geben, etwas Gemüsebrühe angießen. Gitter auflegen und darauf den Braten platzieren.
  12. Für ca. 45 Minuten backen - die Kruste fängt nun an "aufzupoppen" und wird dunkler. Immer mal wieder schauen ob noch genug Flüssigkeit vorhanden ist und ggf. nachgießen. Ein übergießen der Kruste mit der Brühe ist NICHT notwendig
  13. Fleisch aus dem Ofen nehmen und aufschneiden. Gemüse und Soße dazu servieren.
  14. Bei uns gibt es meistens Semmelknödel dazu, teilweise auch Blaukraut.

Rezept-Anmerkungen

Nicht wundern, die Bilder stammen von  zwei Tagen. 

Beim ersten Mal hatte ich  zwei kleinere Stücke Bauch und beim zweiten Mal hatte ich ein großes Stück bekommen. Auch im Gemüse hatte ich beim zweiten Mal etwas nachgebessert. 

Grundsätzlich gilt aber bei dem Gemüse, dass man hier nehmen kann was man am liebsten isst. Ich könnte mich nur von Karotten ernähren und wenn es eine Möglichkeit gibt solche leckeren Karotten  zu haben ohne das es den Schweinebraten geben muss, würde ich es machen 🙂 

Meine Liste dient hier eher als Orientierung, aber erlaubt ist natürlich was schmeckt 😉

Tipp:

etwas mehr Braten zubereiten als man benötigt, der Braten schmeckt am nächsten Tag wunderbar entweder Kalt  zu Brot oder aber auch aufgewärmt macht er sich richtig gut. Durch den großen Fettanteil in diesem Stück wird er auch nicht so leicht trocken und zäh, wie es ab und zu mal beim aufwärmen von Braten vorkommen kann. 

Es gibt einfach nichts besseres als dann das letzte Stück Kruste pur zu essen, ohne Braten ohne Beilage, einfach nur die krachende Kruste. Und so ist es auch kein Wunder, dass dieses Bild entstanden ist.

 

Für eine perfekte Kruste kann ich dieses Rezept bzw. die Art der Zubereitung einfach nur empfehlen. Beide Male hatten wir eine richtig wunderbare Kruste. Ein absoluter Traum 🙂

Viel Spaß beim nachkochen.

Liebe Grüße

Soni

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