Hallo,
warum ich gerade jetzt einen Post für Raclette schreibe?
Ganz einfach, weil ich vorher nicht dazu gekommen bin aber auch nicht bis zum nächsten Raclette-Abend warten möchte um euch diese Leckereien zu zeigen.
Herbst/Winter
ist Raclette-Zeit für uns. Meistens im Oktober gibt es das erste Raclette, denn wirklich lecker und gemütlich wird es erst, wenn es außen schon kälter ist und man sich freut zusammen am Tisch und dem Raclette zu sitzen und man glücklich ist nicht außen in der Kälte zu sein. Und ist doch auch schön, dass jeder das machen kann was ihm schmeckt. Jeder nimmt einfach das was auf dem Tisch steht und er am liebsten ist. Ob mit Kartoffeln oder ohne, Vegetarisch oder doch mit Wurst und Fleisch. Ganz egal, hier ist für jeden etwas dabei und alle werden garantiert satt.
Es ist eher so, dass es meist die nächsten Tage dann noch relativ viel Resteessen gibt, also verhungert ist schon mal niemand bei uns und bei Raclette schon zweimal nicht 🙂
Silvester Tradition
ist es mittlerweile schon, dass wir Raclette machen. Es ist toll zum Zeit überbrücken und man kann es toll vorbereiten. Man sitzt gemütlich zusammen und es ist auch noch sehr kommunikativ, denn die Schale die man gerade möchte, steht mit Sicherheit gerade am anderen Ende des Tisches. Es fördert also auch die Gespräche und genau so sollte es ja auch an einem schönen Abend sein.
Da ich aber nicht möchte, dass es immer die gleichen Zutaten beim Raclette gibt und Silvester ja trotzdem etwas außergewöhnliches sein soll, musste eine neue Idee her.
Okay, die Idee war nicht so neu, denn schon vor Jahren habe ich einen Teig für die Raclette-Pfännchen gemacht der super angekommen ist. Jedoch ohne Hefe, war auch sehr lecker aber ich wollte etwas was mehr an Pizza & Co erinnert. Und so ist nun dieser Hefeteig entstanden und das Gute daran ist, man kann ihn sowohl für herzhafte als auch süße Pfännchen verwenden und genau das war die Idee.
Neben dem klassischen Raclette sollte jeder auch die Möglichkeit haben sein Brot selbst zu backen, nach belieben eine kleine Pizza-Pause einzulegen oder einfach einen Flammkuchen zwischendurch zu essen. Denn diesmal gab es kein Beilagenbrot, denn wer ein Brot haben wollte, musste schon etwas dafür tun.
Mega Erfolg
Ich dachte zuerst, dass es nicht so angenommen werden würde, dass sich jeder aus Höflichkeit dann ein Brot macht oder vielleicht auch ein zweites, aber das es so ein toller Erfolg werden würde hätte ich nie geglaubt. Denn ich musste während des Abends nochmal Teig nachmachen. Das geht ganz schnell und das war auch gut so. Das hat mich total umgehauen und natürlich gefreut.
Ich hatte eine kleine Ideen-Sammlung an die Hand gegeben, ob Kräuterbutter-Brot, Focaccia, Pizza, Flammkuchen oder doch eine süße Pizza alles war möglich und alles wurde ausprobiert. Schön wenn eine Idee so gut ankommt und es allen so viel spaß macht.
Daher habe ich auch nicht warten wollen bis zum nächsten Raclette, vielleicht steht ja nochmal ein Raclette-Abend an oder ihr eine Party und jeder hat die Möglichkeit sich am Raclette-Gerät seinen eigenen, kleinen Snack zuzubereiten. Gefällt euch die Idee genauso wie mir?
Ich hoffe doch, denn ich kann dies wirklich nur empfehlen.
Rezept
Das Rezept das ich euch einstelle ist das Basis-Rezept für den Hefeteig, unter dem Rezept werdet ihr einige Vorschläge finden, was man leckeres machen kann. Und wahrscheinlich geht noch viel mehr, man muss einfach seiner Fantasie freien Lauf lassen und sich inspirieren lassen. Es gibt nix was nicht geht und so lange es schmeckt ist alles erlaubt.
Habt ihr Lust gefunden das Raclette rauszuholen? Dann möchte ich euch nicht noch weiter auf die Folter spannen und hier kommt dann schon das Rezept
Raclette Hefeteig
Zutaten
- 230 ml lauwarmes Wasser
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 1 EL Honig
- 500 g Mehl
- 1 TL Salz
- 70 g Olivenöl
Anleitungen
- Zuerst den Honig und die Trockenhefe in ein kleines Gefäß mit dem lauwarmen Wasser geben. Alles verrühren und stehen lassen bis sich Blasen/Schaum gebildet hat.
- Sobald das Wasser-Hefegemisch wie auf dem Bild aussieht, kann es weiterverwendet werden.
- Mehl in eine Schüssel geben, Salz dazu geben und verrühren.
- Eine Mulde bilden und das Olivenöl hineingeben.
- Nun mit einem kleinen Löffel etwas von dem Mehl mit dem Olivenöl verrühren, dass ein fester Teig entstanden ist.
- Nun das Wasser-Hefe gemisch dazu geben und alles kurz mit der Hand zu einem glatten Teig verarbeiten.
- Für ca. 1 Stunde gehen lassen. Der Teig sollte sich verdoppeln.
- Nun gleichgroße Bällchen formen. Ich hatte ein Probepfännchen gemacht um zu sehen wie viel Teig ich benötige und habe dann anschließend den Teig abgewogen, damit jedes Bällchen die gleiche Größe/Gewicht hat.
- Auf einem bemehlten Teller aufbewahren und mit einem feuchten Tuch abdecken, sollte man den Teig nicht sofort benötigen, dann trocknet dieser nicht aus.
- Den Teig etwas vorbacken, bevor man es nach Wunsch belegt. Beim Focaccia habe ich dies nicht gemacht und ihn dann später noch auf den heißen Stein gelegt, damit er komplett gar wird. Klappt aber super. Aber jedes Raclette-Gerät ist anders, hier muss man vielleicht etwas experimentieren um das perfekte Ergebnis zu haben. Aber beim zweiten Pfännchen wird es definitiv besser
Und hier dann noch die Ideen was man aus dem Hefeteig so zaubern kann
Flammkuchen
Pizza
Focaccia
Kräuterbutterbrot
süße Pizza
Sehen diese Pfännchen nicht einfach zum anbeißen aus. Wenn ihr also eure Gäste mal etwas überraschen wollt, dann ist dieser Allrounder Hefeteig für´s Raclette genau das Richtige.
Liebe Grüße
Soni