Erdbeer Charlotte – etwas Besonderes zu meinem Geburtstag

Hallo,

bereits Mitte Mai hatte ich diese tolle Charlotte gezaubert und bin noch immer total begeistert, nicht nur vom Aussehen sondern auch Geschmack.

Geburtstagstorte

Zu meinem Geburtstag oder auch generell zu Geburtstagen und anderen Anlässen, darf eine Torte nicht fehlen. Gerne immer etwas Neues, zwei mal die gleiche Torte gibt es nicht bzw. nur selten und auf Wunsch der Person der ich den Kuchen backen. Aber nachdem die Anlässe wirklich sehr gering sind, an denen ich mich mal austoben kann, freue ich mich über jede Gelegenheit.

Und eigentlich wäre mein Geburtstag wieder so ein Anlass um eine neue Torte auszuprobieren. Damit alle Gäste davon probieren können und natürlich sie auch bewundern können und so ein bisschen Lob einzusammeln schadet ja nie.

Grundsätzlich also gute Idee, aber 2020 nicht. Denn die große Feier gab es nicht, viele Gäste auch nicht. Danke Corona, der Geburtstag bzw. die Wochen zuvor werden definitiv in Gedächtnis bleiben. Jetzt muss ich auch sagen, im Mai hatte ich noch richtig Glück, denn da war alles schon wieder etwas einfacher. Aber dennoch nicht so wie sonst.

Also eine große Torte kam nicht in Frage, da meine Gäste auf verschiedenen Etappen mit mir gefeiert haben. Und dann den Gästen die dann später kommen, einen angeschnittenen Kuchen zu servieren kam irgendwie nicht nicht in Frage. Auch wenn es wahrscheinlich den Gästen egal gewesen wäre. Aber mir hatte der Gedanke einfach nicht zugesagt.

So hatte ich dann kleine Muffins (mehr wird noch nicht verraten – Rezept kommt später) und dann eben diese Erdbeer Charlotte. Sie ist nicht ganz so groß wie eine Torte, macht aber trotzdem etwas her und haben auch alle meine Gäste so noch nicht gesehen. Ach wie schön ist das Gefühl diese staunenden Augen  zu sehen die sich freuen endlich ein Stück auf dem Teller zu haben und probieren zu können.

Das allein ist für mich schon Geschenk genug, aber auch immer ein spannender Moment. Schmeckt es wirklich allen? Was halten sie von dem Kuchen, sieht er nur gut aus, kann aber nix? Fragen über Fragen die mir da durch den Kopf gehen und dann endlich erlöst werden, wenn man das erste „lecker“ hört. Sehr schön, wieder ein Rezept für den Blog.

Tag des Erdbeertörtchens

Passend zum heutigen Tag des Erdbeertörtchens, kommt auch heute das Erdbeer Charlotte Rezept in den Blog. Wann sonst hat es so gut gepasst, wobei mir das sonst eigentlich egal ist, aber wenn es gerade passt, dann nutze ich natürlich die Möglichkeit.

Außerdem ist gerade Erdbeersaison, als wenn nicht jetzt wann dann wäre der beste Zeitpunkt einen Kuchen mit Erdbeeren zu posten.

Erdbeeren sind einfach mein liebstes Obst, ich könnte sie wirklich das ganze Jahr essen. Leider ist die Saison nur sehr kurz in denen sie wirklich gut schmecken und dadurch muss das natürlich zelebriert werden. Mit so einer Charlotte geht das sehr gut, denn optisch macht sie schon viel her, oder was sagt ihr?

Was ist eine Charlotte?

Vielleicht sagt euch der Name nix oder ihr habt ein anderes Bild von einer Charlotte im Kopf? Ja das kenne ich nur zu gut, aber tatsächlich gibt es zwei Varianten von einer Charlotte und in meinem Fall ist sie auch noch eckig, was auch nicht so typisch ist.

Löffelbiskuit – eine Variante nutzt die Löffelbiskuit die sozusagen den Rand der Torte darstellen. Man kennt die Bilder denke ich ganz gut, oftmals sehr kleine Torten die sehr hoch gebaut sind damit die Löffelbiskuit sehr gut zur Geltung kommen. Optisch richtig toll und hatte ich auch schon gemacht.  Ein Beispiel ist die Torte zu meinem Geburtstag 2019 – den Link findet ihr hier. Diese Form von Torte nennt man Charlotte.

Wie man sieht, mein Geburtstag liegt perfekt für mich als absoluter Erdbeerjunkie 🙂

Biskuitrolle – das ist die zweite Variante. Klassisch macht man eine Rolle – kühlt diese und nimmt dann eine Schüssel, legt diese mit Folie aus und nimmt nun die Scheiben der Biskuitrolle und legt sie in die Schüssel und hat am Ende eine Kuppelform, denn in oben auf die Rollen kommt dann noch Creme und Füllung und ein Boden. Gut gekühlt und gestürzt bildet sie eine weitere Form der Charlotte.

Ich hatte auch schon welche gemacht, allerdings vor meiner Zeit als Blogger und ich denke auch, dass ich entweder kein Foto davon habe oder  zumindest kein Digitales 🙂

Aber schaut doch einfach mal im Internet, da findet ihr ganz tolle Ideen und davon abgeleitet ist auch meine Charlotte.

Ideensammeln

Die Idee ist natürlich nicht neu und auch nicht von mir. Aber ich habe diese Torte in einer Zeitschrift gesehen und es war klar, diese Form muss ich auch ausprobieren. Sie sieht einfach nur toll aus und genau das, was ich zum Geburtstag brauche.

Davon inspiriert bin ich an die Planung gegangen. Andere Früchte, andere Füllung aber das tolle Aussehen ist geblieben. Und ich bin mehr als zufrieden damit.

Ich liebe es einfach durch Koch- und Backbücher zu blättern, aber auch die ein oder andere Koch- und Backzeitschrift darf bei mir einziehen. Das ich eigentlich keinen Platz mehr dafür habe ist in dem Augenblick nicht relevant, das ist dann ein Thema dem ich mich später widme, aber auch noch eine gute Lösung suche. Ich kann mich nämlich nicht von Büchern und auch Zeitschriften trennen. Wenn ich ein Rezept oder eine Idee aus einer  normalen Zeitschrift sehe, reiße ich es nachdem ich fertig bin heraus und sammel nur das Rezept. Aber wenn es sozusagen eine Fachzeitschrift ist, kann ich einfach nicht anders. Die ganze Zeitschrift muss aufgehoben werden.

Nein, digitale Varianten sind keine Lösung. Da fehlt mir einfach das Gefühl, das ist übrigens auch bei normalen Büchern der Fall 🙂 Vielleicht bin ich ein bisschen komisch, aber ich mag es einfach durch die Seiten zu blättern, Notizzettel zu verteilen und mir die Bilder anzusehen. Und so könnt ihr euch vorstellen, dass meine Ideensammlung nicht gerade klein ist, und eigentlich auch stetig wächst. Ich kann einfach nicht Nein sagen, sie lächeln mich förmlich an uns sagen sie suchen nach einem zu Hause.

Der Text wurde schon wieder viel länger als geplant, euch interessiert bestimmt aber hauptsächlich das

Rezept

Erdbeer Charlotte

Erdbeer Charlotte in eckiger Form - die besondere Torte

Schmeckt auch mit jedem anderen Obst

Gericht Torte
Länder & Regionen Frankreich
Keyword Erdbeere, Geburtstagstorte, Torte
Vorbereitungszeit 45 Minuten
Zubereitungszeit 45 Minuten
Backzeit / Kühlzeit 12 Stunden 14 Minuten
Arbeitszeit 13 Stunden 44 Minuten
Portionen 8 Stück

Zutaten

Biskuitteig

  • 4 Eier Größe M
  • 1 Prise Salz
  • 120 g Zucker
  • 110 g Mehl
  • 1 TL Backpulver

Boden

  • Erdbeermarmelade ca. halbes Glas/250g

Füllung

  • 200 g Sahne
  • 320 g Quark
  • 80 g Puderzucker
  • 1 EL Limettensaft
  • 5 TL SanApart
  • 300 g Erdbeeren

Anleitungen

Teig/Boden

  1. Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

    Backblech mit Backpapier auslegen

  2. Für den Biskuitteig die Eier trennen.

    Eigelb in eine Schüssel geben, Eiweiß in eine andere.

  3. Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen und dabei 60g Zucker einrieseln lassen.

  4. Eigelb mit 60g Zucker schaumig schlagen.

  5. Mehl und Backpulver zu dem Eigelb geben und ohne Klumpen verrühren

  6. Eiweiß vorsichtig unterheben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten

  7. Teig auf das Backblech geben und verstreichen.

  8. Für ca. 14 Minuten goldbraun backen. Ein zweites Backblech vorbereiten. Jedoch auf die Außenseite das Backpapier legen, da der Biskuit gleich gestürzt werden muss.

  9. Blech aus dem Ofen nehmen und gleich auf das andere Backblech stürzen.

  10. Vorsichtig das mitgebackene Backpapier abziehen und auskühlen lasen.

  11. Biskuit in 8 Teile schneiden.

    Dafür den Tipp am Schluss des Rezeptes beachten

  12. Nun auf die ersten beiden Teigstreifen Marmelade streichen. Auf die komplette Länge verteilen.

  13. Jeweils ein weiteres Stück Teigstreifen darauf legen und etwas festdrücken.

    So weitermachen bis alle Teigstreifen aufgebraucht sind. Am ende müsst ihr 2 Teigstreifen mit jeweils 4 Böden haben.

  14. Jeden Teigstreifen mit Frischhaltefolie einwickeln und nochmal festdrücken. Im Kühlschrank kühlen.

  15. Eine Form mit 20x20 cm oder Backrahmen vorbereiten.

    Diesen mit Frischhaltefolie inkl. der Seiten auslegen

  16. Wenn die Streifen ca. 1 Stunde gekühlt sind, jeden Streifen in dünne Scheiben schneiden.

    Wichtig ist, auch keine Randstücke zu naschen, ich hatte am Ende doch tatsächlich 3 Scheiben zu wenig und hatte dann die Löcher mit einer halben Erdbeere gefüllt. Da es am Ende der Boden wird, wird es niemand sofort sehen 🙂

  17. Nun die Scheiben auf den Boden der Form legen und einen Rand damit "bauen".

    Der Boden wird später der Deckel sein, daher besonders dort auf eine schöne Optik achten. Immer jeweils ein Stück in "Längsstreifen" und "Querstreifen" legen, damit das Muster entsteht

Füllung

  1. Für die Füllung die Erdbeeren waschen, Strunk entfernen und in mittelgroße Stücke schneiden.

  2. Sahne mit 2 TL SanAaprt aufschlagen

  3. Quark in eine Schüssel geben. Puderzucker und Limettensaft unterrühren und gut vermengen

  4. Sahne unterheben und Masse mit nochmal ca. 3 TL SanApart andicken.

  5. Erdbeeren dazu geben und vermengen.

  6. Nun die Creme auf den Boden verteilen. Die Menge reicht genau für eine Form in oben genannter Größe

  7. Restliche Kuchenscheiben auf der Creme verteilen und mit Folie abdecken.

  8. Charlotte über Nacht in den Kühlschrank stellen damit sie gut durchkühlen kann

  9. Eine Tortenplatte vorbereiten - Charlotte aus dem Kühlschrank nehmen

  10. Folie abnehmen und die Charlotte auf die Tortenplatte stürzen

    Der vorherige Boden ist nun euer "Deckel"

  11. Folie vorsichtig von Rand und Deckel abnehmen - Dekorieren und servieren

Rezept-Anmerkungen

Tipp für gleichmäßige Stücke vom Biskuit:

Da das Muster der Charlotte einen großen Anteil an der finalen Torte hat, ist es hier wichtig, dass man ganz Genau arbeitet.

Ich kann keine geraden Linien ziehen bzw. schneiden, daher hatte ich mir mit diesem Trick beholfen.

Ich hatte ein Backpapier auf die effektive Größe des Bleches  zurecht geschnitten und dann genau in 8 Stücke gefalten.

Dann habe meine Vorlage auf den Biskuit gelegt und genau die Breite markiert. So hatte ich am Ende 8 exakte Streifen die ich dann weiterverarbeiten konnte.

Ja, die Torte ist etwas aufwendiger, aber es lohnt sich, oder was denkt ihr?

Und zu besonderen Anlässen darf es dann gerne auch etwas mehr Arbeit sein, mir geht es zumindest sehr einfach von der Hand und das Strahlen in den Augen wenn man die Torte bringt und das Lächeln im Gesicht nach der ersten Gabel entschädigen für jeden Aufwand.

Natürlich kann man die Torte auch außerhalb der Erdbeersaision zubereiten, einfach die Erdbeeren bzw. Erdbeermarmelade mit anderem Obst austauschen. Schon kann die Torte wieder ganz anders aussehen. Wie wäre es denn mal mit Blaubeeren oder Himbeeren? Oder exotisch mit Mango oder, oder oder – ihr seht schon die Torte kann ganz einfach nach euren Vorlieben gestaltet werden.

Viel Spaß beim nachbacken

Liebe Grüße

Soni

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