Flat Iron Steak

Hallo,

nochmal darf ich euch vielleicht ein noch unbekanntes Stück Fleisch vorstellen – das Flat Iron Steak.

Bügeleisen Steak?

Flat Iron bedeutet eigentlich nichts anderes als Bügeleisen und das wohl bekannteste Flat Iron steht in New York, das Flat Iron Building, dass zwei Straßen trennt und sich gekonnt in die Mitte einfügt. Jeder hat bestimmt nun das Bild vor Augen, falls nicht, sucht doch einfach mal im WWW danach 😉

Was hat das aber jetzt mit dem Steak zu tun? Um  ehrlich zu sein, eigentlich gar nichts, ich wollte euch nur den Begriff etwas näher bringen und keine Sorge, ich werde nicht zu weit abschweifen sondern mich schon auf das Wesentliche konzentrieren – das sehr leckere Stück Rindfleisch.

Anders als beim Skirt Steak das ich euch vor kurzem vorgestellt habe, ist das Flat Iron wirklich Teil des Fleisches und nicht der Innereien. Den Namen hat das Steak von seiner Form die an einer Stelle etwas Dicker ist und dann immer flacher werdend  zur anderen Seite läuft.

Das Stück wird aus dem Nackenbereich des Rindes geschnitten und ist recht mit Fett durchwachsen, was dem Stück aber auch seinen aromatischen Geschmack verleiht. Auf dem Bild kann man denke ich ganz gut erkennen, dass es eine schöne Marmorierung hat und nicht einfach nur dicke Fettanteile wie man das von dem ein oder anderen Steak ja kennt.

Das Flat Iron das ich hatte, musste auch weiter nicht mehr verarbeitet werden sondern konnte so direkt schon auf den Grill. Man sollte aber immer schauen das keine Sehnen oder dicke Fettanteile an dem Fleisch sind, das verdirbt einem nur das Steak-Erlebnis.

Pur – einfach lecker

Und auch bei diesem Stück gilt wieder, einfach Pur genießen. Gutes Salz, wir nehmen Murray River Salz und das kann ich jedem für ein gutes Steak nur empfehlen und einen guten Pfeffer. Beim Pfeffer habe ich lange experimentiert, bis ich dann auf den Fermentierten Pfeffer gestoßen bin und das ist nun mein absolutes Highlight für ein gutes Steak. Der vorteil bei diesem Pfeffer ist, dass er eigentlich gar nicht mehr so richtig nach Pfeffer schmeckt sondern fast schon eine leichte, süße Note hat. Dadurch unterstützt der Pfeffer den Geschmack des Fleisches als ihn einfach zu übertünchen. Und gerade bei so einem schönen Stück möchte man das ja gar nicht.

Auch hier habe ich im Internet vorher etwas recherchiert und auch einige Zubereitungsarten gefunden bei denen das Flat Iron richtig kräftig vorher gewürzt oder sogar mariniert wurde. Aber das hat mir ja schon beim Skirt Steak nicht so richtig gefallen und gerade beim ersten Mal möchte ich doch den eigentlichen Geschmack erkennen.

Daher durfte eben auch hier nur Salz und Pfeffer das Steak am ende verfeinern und ich kann euch sagen, es war eine richtig gute Entscheidung.

Wenn ihr gerne Steak zubereitet, kann ich euch das Salz und einen guten Pfeffer absolut ans Herz legen, evtl. auch ein bisschen mehr Geld in die Hand zu nehmen. Denn das Endergebnis ist einfach um so viel besser und beim Fleisch hat man sich ja auch schon nicht lumpen lassen, da darf dann gerne die Würzung auch abgestimmt sein.

Gasgrill

Wir hatten das Steak im Ganzen zubereitet, ich hatte wirklich erst überlegt ob wir es teilen. Aber durch die besondere Form hätte es dann einfach nicht den Reiz gehabt und ein bisschen Risiko muss dann halt einfach dabei sein. Wenn es dann zu durchgebraten ist, ist es zwar nicht schön aber ich denke man kann es dann trotzdem noch essen.

Zubereitet wurde es wieder auf dem Gasgrill, wir hatten uns dieses Jahr einen neuen gekauft, da unser alter Gasgrill bereits im Herbst nicht mehr wirklich getaugt hat. Lange hatten wir überlegt welchen Gasgrill wir wollen bzw. ob wir wirklich noch einen brauchen. Denn an Grills mangelt es uns definitiv nicht 🙂

Aber die Entscheidung viel dann doch wieder auf einen Gasgrill auch aus einem einfachen Grund. Im Sommer wird das Essen fast nur auf der Terrasse zubereitet, nach der Arbeit noch den Holzkohlegrill anzuwerfen und dann  zu grillen ist viel zu aufwendig. Und so haben wir zwar noch immer die Möglichkeit auch alles auf dem Holzkohle-Kugelgrill zu machen aber eben auch mal schnell den Gasgrill zu nutzen.

Und für dieses Flat Iron war es einfach perfekt, volle Hitze die nur für ein paar wenige Minuten benötigt wird, danach nur noch etwas nachziehen. Der ganze Prozess des Grillens hat vielleicht 10 Minuten gedauert. Außerdem lässt sich die Hitze viel besser regulieren. Noch vor ein paar Jahren hätte ich keinen Gasgrill gewollt, mittlerweile kann ich ihn mir gar nicht mehr wegdenken.

Aber natürlich könnt ihr das Steak auch auf dem Holzkohlegrill zubereiten, ihr habt vielleicht sowieso Gäste und bietet noch mehr an, dann ist das alles kein Problem. Mein Zubereitungshinweis wird sich aber auf den Gasgrill beziehen, ihr müsstet dies dann einfach auf eure Erfahrungen beim Holzkohlegrill anwenden.

Zubereitung

Flat Iron Steak

Zubereitung auf dem Gasgrill

Gericht Flat Iron, Steak
Länder & Regionen Amerika
Keyword BBQ, Flat Iron, Grillen, Steak
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Arbeitszeit 50 Minuten

Zutaten

  • 600 g Flat Iron Steak Black Angus
  • Salz & Pfeffer

Anleitungen

  1. Das Fleisch ca. 30 Minuten bevor man es zubereiten möchte aus dem Kühlschrank nehmen.

  2. Grill auf größter Hitze vorheizen

  3. Steak abwaschen und ggf. große Fettstücke abschneiden bzw. parieren

  4. Steak trocken tupfen und schon kann es los gehen

  5. Unser Stück hatte an der dicksten Stelle ca. 2 cm und an der dünsten Stelle ca. 1,5 cm

    Für unsere 600 g waren daher die folgenden Zeiten perfekt - bitte entsprechend eurem Stück Flat Iron Steak anpassen

  6. Steak auf den Grill legen, 10 Uhr winkel und 1,5 Minuten liegen lassen, Deckel wieder schließen.

  7. Steak auf der gleichen Seite auf 14 Uhr legen um ein Grillmuster zu bekommen.

    Deckel schließen und wieder 1,5 Minuten liegen lassen.

  8. Steak wenden - wieder 1,5 Minuten auf 10 und dann auf 14 Uhr grillen

  9. Grill ausmachen und auf der Ablage das Steak nachziehen lassen bis es eine Kerntemperatur von 54 Grad erreicht hat.

    Dies hat bei uns ca. 8-10 Minuten gedauert

  10. Steak vom Grill nehmen und dann schräg, gegen die Faser aufschneiden

  11. Mit Salz und Pfeffer bestreuen und genießen

Für mich war das Steak so perfekt – auf dem Teller seht ihr diesmal auch gar keine Beilage – es gab einfach nur ein gutes Brot dazu.

Das Steak war das Highlight neben dem Skirt Steak meiner Urlaubswoche und es war bestimmt nicht das letzte Mal das es ein Flat Iron bei uns zum BBQ gab. Aber es gibt ja auch noch so viel mehr zu entdecken, ich werde euch auf jeden Fall bei den Grill-Experimenten auf dem Laufenden halten.

Wenn ihr Fragen zu dem Steak oder der Zubereitung habt, lasst es mich einfach wissen.

Liebe Grüße

Soni

Teile diesen Beitrag, wenn er dir gefällt
Folgen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.