Graupen-Tomaten Risotto

Graupen Tomaten Risotto

Hallo,

ich habe mal etwas experimentiert und das Ergebnis möchte ich heute mit euch teilen.

Graupen

Vielleicht erstmal zum Einstieg, was sind Graupen?

GraupenGraupen sind geschälte, polierte Gersten oder ‚Weizenkörner und wird auch manchmal Kochgerste genannt. Graupen gibt es schon sehr lange. Es gibt verschiedene Größen von Graupen, von grob bis fein und auch verschiedene Qualitäten. Was man wohl schon mal gehört hat sind Perlgraupen, welche die feinste Qualität haben.

Hauptsächlich verwendet man Graupen für Eintöpfe und Suppen aber auch als Beilage als Ersatz für Reis. In der Vorkriegszeit war dies ein ganz normaler Teil des Speiseplans, wurde dann aber nach dem Krieg ziemlich schnell von Nudeln abgelöst. Sie waren ein Arme Leute Essen da sie billig und aber auch sättigend waren.

Hört sich jetzt alles ziemlich Öko an und ich habe mich tatsächlich die letzten 35 Jahre noch nie mit Graupen beschäftigt, außer das ich mir dachte, dass ich es nicht verarbeiten möchte. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hab ich irgendwie keinen Bezug gehabt. Und wenn ich schon „Schleimsuppe“ höre, ist bei mir alles vorbei. Denn auch dort werden Graupen eingesetzt.

Offen für Neues

wollte ich sein, als ich mit dem Bloggen angefangen habe um auch immer wieder von Neuem zu berichten. Gut jetzt sind vielleicht Graupen nur für mich Neu, aber ich habe mich überwunden. Auch aus Neugierde, denn wir waren zwischen Weihnachten und Neujahr bei uns in Bayreuth Essen und das eine Gericht hat sich so lecker angehört. Aber dann waren da diese Graupen.

Nach langer Überlegung ob ich es wirklich wagen soll oder doch auf ein anderes Gericht umsteigen soll hatte ich meinen Mut zusammengefasst und hatte mich doch für dieses Gericht entschieden, ohne Ahnung was wirklich auf mich zukommt. Es ist ja nur eine Beilage, im Zweifel bleibt diese eben liegen, schade aber wenn es gar nicht gegangen wäre hatte ich  mich vorher schon mal so grob darauf eingestellt.

Und dann kam dieser Teller, super schön angerichtet und es hat toll geduftet. Optisch schon mal weit von einer Schleimsuppe entfernt und der Geruch hat Lust auf mehr gemacht. Also habe ich die erste Gabel zögerlich davon genommen und

war begeistert 🙂 Es hat geschmeckt, ganz anders als ich es dachte und so überraschend lecker. Manchmal muss man einfach über seinen Schatten springen, sonst wäre mir diese leckere Zutat verwehrt geblieben.

Das muss nachgemacht werden

dachte ich mir im Restaurant schon und zu Hause war klar, ich muss mich mal etwas mehr mit dem Thema beschäftigen. Denn ich hatte ja wirklich keine Ahnung von Graupen. Und schnell habe ich gesehen, dass dieses verstaubte Image das ich von ihnen hatte, gar nicht passt. Die Idee sie als Reisersatz zu verwenden hat mir super gefallen.

Und so wurde gleich am nächsten Tag der Wochenendeinkauf gestartet und es durften tatsächlich zwei Päckchen feine Graupen mit in den Einkaufswagen. Es sollte Graupenrisotto geben. Ich habe sie bei den Linsen & Co gefunden, aber das kann wahrscheinlich bei jedem Supermarkt anders sein.

Etwas abgeändert ist das erste Graupenrisotto das ich gemacht habe und hat so gar nichts mit dem gemeinsam was ich im Restaurant gegessen habe, aber das kommt noch. Ich wollte für zu Hause dann doch etwas sicher gehen und einen kräftigen Geschmacksträger dazu haben, falls es mir nicht so gut gelingt und um den ggf. vorhanden Eigengeschmack zu übertönen. War am Ende nicht nötigt, aber das Risotto war trotzdem so lecker das ich es euch vorstellen möchte.

Und das war mit Sicherheit nicht das letzte Rezept mit Graupen. Ein klassisches Risotto möchte ich auch noch damit machen und vielleicht noch eine andere Beilage und vielleicht auch einen Salat. Aber dazu brauche ich dann mal ein bisschen  Zeit um mir Gedanken zu machen 🙂 Aber das Jahr ist noch lange und man braucht ja auch immer wieder was zu Essen. Also irgendwann werdet ihr noch mehr über die Verwendung von Graupen hier am Blog sehen – versprochen.

Der Star ist die Beilage

aber natürlich gab es dazu auch noch etwas, ich habe mich für Hackfleisch-Feta Röllchen entschieden. Die gingen schnell und sind lecker und haben hervorragend zum Graupenrisotto mit Tomate gepasst. Es hat wunderbar harmoniert und der eigentlich noch dazu gedachte Kräuterquark wurde dann gar nicht angerührt, weil es einfach so lecker war das man gar nix weiter dazu brauchte.

Graupen Tomaten

Als Rezept gibt es hier nur das Graupen-Tomaten Risotto, wenn ihr aber Interesse an den Röllchen haben solltet, lasst es mich wissen und ich füge das Rezept hier noch ein.

Rezept

Graupen-Tomaten Risotto

leckere Beilage mit Graupen das an Risotto orientiert ist 

Gericht Risotto
Keyword Graupen, Risotto
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Portionen 3

Zutaten

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g Graupen
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • mediterrane Gewürze z. B. Oregano, Basilikum, Thymian, etc.
  • Parmesan

Anleitungen

  1. Zwiebel in feine Stücke schneiden. Knoblauch fein hacken. 

  2. Zwiebel und Knoblauch mit etwas Öl in einem kleinen Topf anschwitzen. Wenn die Zwiebeln glasig sind die Graupen dazu geben und etwas mit andünsten. 

    anschwitzen
  3. Nun die Tomaten dazu geben und gut verrühren. Einkochen lassen und immer wieder Gemüsebrühe dazu geben. 

    aufkochen
  4. So lange köcheln lassen, bis die Graupen weicher sind, aber sie sollten noch Biss haben. 

    fertiges Risotto
  5. Nun mit Salz, Pfeffer und Gewürzen abschmecken. Mit dem Salz vorsichtig sein und erst nach der  Zugabe von Parmesan ggf. nochmal abschmecken. 

  6. Parmesan dazu geben und nochmals abschmecken.

    Parmesan

Kennt ihr Graupen bzw. habt ihr damit schon experimentiert?

Würde mich sehr freuen von euch zu hören was ihr von dem Risotto denkt bzw. was ihr für Erfahrungen mit Graupen gemacht habt.

Liebe Grüße

Soni

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