Panforte di Siena

Panforte 4Hallo,

heute geht es mal wieder Richtung Italien, genauer gesagt in die Toskana – ich komme einfach nicht weg davon und schon allein der Gedanke verbreitet etwas Urlaubsfeeling

Was ist Panforte?

Vielleicht habt ihr noch nie von Panforte gehört, daher möchte ich zum Einstieg zuerst ein bisschen was zu dieser Leckerei mitteilen. Panforte hat ihre Ursprung in der Toskana, in der Stadt Siena. Daher trägt sie auch den Zusatz „di Siena“ das übersetzt bedeutet „aus Siena“. Es ist ein traditionelles Weihnachtsgebäck das sehr aromatisch ist, heute aber auch außer halb der Weihnachtszeit gegessen wird. Und auch ich kann mir diese Leckerei nicht nur zu Weihnachten vorstellen, daher durfte sie auch gleich noch in die Kategorie „Kleingebäck“ wandern.

Gerne wird die Panforte zusammen mit einem Gläschen Vin Santo oder Grappa getrunken, auch das kann ich mir sehr gut vorstellen. Überlegt euch mal ihr sitzt in der Toskana, schönes Wetter, angenehme Wärme, dazu ein bisschen Vin Santo und zum knappern Panforte 🙂

Panforte 3

Die Panforte wird traditionell mit Nüssen, getrockneten Früchten,  Honig und ganz vielen Gewürzen zubereitet. Es gibt verschiedene Versionen und auch jede Familie hat ihr eigenes Rezept. So gibt es zwar die klassische Panforte aber eigentlich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Außergewöhnlicher Geschmack

Definitiv sind Panforte keine klassischen Plätzchen, haben aber trotzdem ihren Platz auf den Plätzchenteller verdient. Allein schon weil es eine richtige Geschmacksexplosion gibt wenn man sie isst. Durch die vielen unterschiedlichen Zutaten ist jedes Stück anders und man entdeckt immer wieder einen neuen Geschmack. Sie ist zwar Süß, aber durch die Gewürze nimmt sich davon viel und man nimmt es daher gar nicht so wahr. Also eine gelungene Abwechslung zum üblichen Geschmack den man bei den Plätzchen hat.

Und man sollte sich wirklich nicht von der Mischung an Gewürzen erschrecken, es passt wirklich wunderbar zusammen. Auch wenn man sich vielleicht Zimt, gemahlene Nelken, gemahlener Ingwer und kandierter Ingwer, Kardamom und Anis in dieser Verbindung nicht vorstellen kann, aber das Experiment lohnt sich.

Ich verspreche definitiv, dass sie süchtig machen und man immer wieder mal zur Dose greift und man bis Weihnachten darüber nachdenkt, vielleicht noch einen Schwung zu produzieren.

Lieblingsplätzchen

Auch wenn es kein klassisches Plätzchen ist, habe ich die Panforte di Siena zu meinem Lieblingsplätzchen 2018 gekürt. Und ich vermute auch unter dem Jahr wird es mal einen Schwung geben. Wenn ich genau beschreiben muss, warum gerade sie zu meinem Lieblingsplätzchen geworden sind, kann ich es gar nicht genau sagen. Vielleicht weil es mal nicht das Übliche ist und das tolle Mundgefühl von Nüssen, er Süße, den Früchten und einer leichten Schärfe vom Ingwer.

Definitiv hat es ab sofort einen Platz bei mir auf dem Plätzchenteller verdient. Vielleicht auch noch in anderen Versionen, denn wie schon Eingangs gesagt, jede Familie hat sein Rezept ich vermute bei weiteren Recherchen gibt es noch viele Ideen die ich ausprobieren möchte und vielleicht kreiere ich ja meine eigene Familienversion. Achja, das gefällt mir wirklich gut und allein beim Schreiben dieses Textes, mussten ein paar Panforte zur Inspiration gegessen werden.

Ihr seht schon, die Dose wird stetig leerer. Aber auch bei anderen ist die Panforte gut angekommen, es ist also nicht so, dass dies die letzten „Plätzchen“ auf dem Teller waren die übrig geblieben sind. Nein, zusammen mit den scharfen Knusperchen die auch super angekommen sind, waren die Panforte mit als Erstes weg. Denn jeder der sie probiert hat, hat definitiv nochmal zugelangt.

Das beste  Zeichen das es natürlich gibt und entlohnt natürlich für die Arbeit die man sich macht.

Neugierig geworden? Dann verrate ich euch jetzt auch das

Rezept

Panforte di Siena

einfach lecker

Gericht Plätzchen
Länder & Regionen Italien
Keyword Plätzchen
Vorbereitungszeit 45 Minuten
Portionen 80

Zutaten

  • 200 g Cashewkerne
  • 100 g Paranüsse
  • 50 g Orangeat
  • 50 g Zitronat
  • 80 g kandierter Ingwer
  • 100 g Zartbitterkuvertüre
  • 30 g Mehl
  • 1 EL Kakao
  • 1 TL gem. Zimt
  • 1 Msp Nelkenpulver
  • 1 TL gem. Ingwer
  • 1 Msp Kardamom
  • 1 TL Anissamen
  • 100 g Puderzucker
  • 140 g Honig
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 3 eckige Oblaten 12x20

zum bestreuen

  • etwas Puderzucker

Anleitungen

  1. Cashew und Paranüsse grob hacken und in eine Schüssel geben. 

    Nüsse
  2. Orangeat, Zitronat und Ingwer in einem Blitzhacker fein hacken. Ebenfalls in die Schüssel geben. 

    Früchte
  3. Schokolade grob hacken und auch in die Schüssel geben. 

    Schokolade
  4. Nun Mehl, Kakao und die Gewürze dazu geben und gut verrühren

    trockene Zutaten
  5. vermischte Zutaten
  6. Puderzucker mit Honig, Vanillesalz und 2 EL Wasser in einem kleinen Topf zum kochen bringen.

    aufkochen
  7. Anschließend unter die Frucht-Nuss Mischung geben. 

    zugeben
  8. Gut verrühren, dass es zu einer klebrigen Masse wird. 

    fertige Masse
  9. Ofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. 

  10. Backblech mit Backpapier auslegen. Oblaten darauf legen. Damit diese besser halten etwas Butter unter die Oblate geben und so am Backpapier festkleben. 

  11. Masse darauf verteilen. Eine Klarsichtfolie darauf geben und nun mit den Händen die Masse auf die Oblaten verteilen. 

    verteilen
  12. Es sollte eine gleichmäßig dicke Schicht entstanden sein. Nun für ca. 20 Minuten backen. Die Masse verläuft dann ein wenig.

    vor dem Backen
  13. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Mit einem scharfen, glatten Messer in Ecken schneiden. 

    stücke schneiden
  14. Nun mit Puderzucker bestreuen und genießen

    Puderzucker

Achja, wenn ihr wüsstet wie viele Ecken ich während ich diesen Text geschrieben habe gegessen haben 😉 Aber sie sind so lecker und so ganz anders als das was man kennt. Die müsst ihr probieren. Sind zwar etwas aufwendiger in der Zubereitung, aber jeder Schritt lohnt sich .

Panforte xmasLiebe Grüße

Soni

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