Hallo,
ist euch vielleicht schon aufgefallen, dieses Jahr gibt es wieder viele Plätzchen mit Haselnuss?
Wieder für mich entdeckt
Irgendwie hatte ich die letzten Jahre nicht so viele Haselnussrezepte gehabt, aber irgendwie hatte ich jetzt wieder Lust darauf. Und auch bei dem ersten Testen der Plätzchen wusste ich wieder, warum Haselnuss so perfekt zur Weihnachtszeit und zu Plätzchen passt.
Dieses wunderbar nussige Aroma, die leichten Röstaromen und dieser “warme” Geschmack – das sind Haselnüsse. Und je mehr ich mich auf die Suche nach Rezepten gemacht habe, umso mehr Haselnüsse wurden verarbeitet. Vielleicht war das heuer generell wieder ein Trend? Ich weiß es nicht, aber bei mir ist dieser Trend definitiv zu sehen und ich muss sagen, ich bin auch ganz froh, denn so kommt wieder etwas mehr Geschmack auf den Plätzchenteller.
So lecker alle anderen Nüsse sind, Haselnüsse sind einfach nochmal anders im Geschmack. Und ich glaube wenn ich nicht aufgepasst hätte, wären es noch viel mehr Rezepte geworden.
Nussallergie
Jedoch ist gerade bei Haselnuss das Risiko sehr hoch, denn wenn man eine Nussallergie hat, dann ist natürlich Haselnuss die schlechteste Wahl. Während bei vielen Mandeln noch ohne Probleme gehen, sind Haselnüsse meistens gar nicht möglich.
Ich habe zum Glück keine Allergie und kann somit alles verarbeiten und essen (Vor- und Nachteil zugleich *g*) aber ich möchte natürlich auch, dass alle die bei meinen Plätzchen zuschlagen auch genießen können. So habe ich meistens eine Liste dabei, mit den kritischen Zutaten und welche Nüsse in welchem Teig sind, damit ich wirklich ausschließen kann, dass jemand ein Plätzchen probiert, dass er lieber hätte nicht essen sollen.
Das kann bei einer Nussallergie ganz schön kritisch sein, aber bis jetzt ist immer alles gut gegangen und wenn jemand eine Allergie hat, ist dieser natürlich auch sehr vorsichtig.
Haselnuss und Schokolade
Diese zwei Lebensmittel passen wunderbar zusammen. Eigentlich habe ich diese Plätzchen nur gemacht, da ich eine Verwendung für Eiweiß wollte und etwas Neues ausprobieren wollte. Meine klassischen Rezepte für Eiweiß wollte ich nicht schon wieder verwenden, also warum nicht mal was ganz Neues backen.
Und so bin ich dann auf diese Haselnuss-Schoko-Plätzchen gekommen. Von der Verarbeitung ähnelt es ein bisschen den Zimtsternen, jedoch viel einfacher.
Das hört sich doch schon mal gut an, oder? Denn bei Zimtsternen hört meine Backleidenschaft definitiv auf. Vor Jahren habe ich mich öfter daran versucht, aber entweder sie waren steinhart, ungenießbar oder haben einfach nur bescheiden ausgesehen. Seitdem habe ich es auch nicht nochmal probiert. Aber vielleicht habe ich nächstes Jahr dazu Lust. Lasst euch überraschen.
Wenn ihr auch so auf Kriegsfuß mit Zimtsternen steht, letztes Jahr hatte ich ein einfaches Rezept auf den Blog gebracht, das wirklich lecker war aber nicht so umständlich in der Verarbeitung. Natürlich nicht direkt zu vergleichen, aber doch sehr leckere Zimtsterne.
Wie ich schon zu Beginn sagte, war dieses Rezept eigentlich nur entstanden, da ich Eiweiß verarbeiten wollte. Die Eiweiß hatte ich von den Vanille-Tonka Kugeln übrig, da man dort nur das Eigelb verwendet hat. Wenn ihr also nicht wisst, wohin mit dem Eigelb, kann ich definitiv diese leckeren Plätzchen sehr empfehlen.
Rezept

Haselnuss-Schoko Plätzchen
Zutaten
- 2 Eiweiß Größe M
- 200 g Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Röhrchen Rum-Aroma
- 220 g gem. Haselnüsse evtl. mehr/weniger
- 20 g Kakao
Anleitungen
- Eiweiß in einer Rührschüssel mit dem Mixer auf höchster Stufe steif schlagen. Sobald der Eischnee fest wird den Puderzucker in kleinen Portionen unterrühren.
- Der Eischnee sollte fest sein, erst dann aufhören zu schlagen.
- ca. 2 EL von dem Eischnee abnehmen und in einen kleinen Spritzbeutel füllen. diese Menge benötigt man später zum verzieren.
- Vanillezucker und Rum-Aroma dazu geben und verrühren.
- Nun Haselnüsse und Kakao unterrühren, es sollte nun ein fester, klebriger Teig entstehen. Eventuell ist es nötig mehr Haselnüsse unterzuheben oder auch weniger, damit der Teig die richtige konsistenz erreicht.
- Ofen auf 150 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier ca. 0,5 cm dick ausrollen. Plätzchen ausstechen
- Vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
- Nun mit dem zurückgelegten Eischnee die Plätzchen verzieren.
- Nun für ca. 20 Minuten backen. Zum Ende der Backzeit sollten die Plätzchen noch leicht weich sein, sie werden aber später beim auskühlen fest.
- Auf dem Backblech auskühlen lassen und dann in einer Dose lagern. Nach ein paar Tagen in der Dose werden sie noch leckerer, da das Rum-Aroma dann sich voll entfalten konnte.
Viel Spaß beim Backen
Liebe Grüße
Soni